Konstitutionstherapie
Gemäß der Definition ist Konstitution die Summe aller ererbten und erworbenen Eigenschaften des Körpers inklusive anlagebedingter Schwachstellen. Ob überhaupt, wann und inwieweit diese Schwachstellen des Organismus zu Beschwerden oder Erkrankungen führen, hängt im hohem Maße auch mit der Lebensführung zusammen. Wer also seine Schwachstellen kennt, kann hier möglicherweise eine weitere Belastung vermeiden und so eine sinnvolle Vorbeugung gegen Krankheiten erreichen.
Die Konstitutionstherapie geht auf den Wiener Gynäkologen Dr. Bernhard Aschner (1883-1960) zurück und basiert auf alten Erkenntnissen der Gelehrten Hippokrates und Galen. Er ergänzte die traditionelle Konstitutionslehre durch weitere Kriterien - vor allem Haar-, Haut- und Augenfarbe - und schuf eine neue, die sogenannte "Humoral- oder Konstitutionsmedizin". Sie fußt auf den drei Grundkonstitutionen: lymphatische, hämatogene und dyskratische (gemischte) Konstitution. Da für jeden Konstitutionstypen bestimmte gesundheitliche Schwachstellen und Risiken charakteristisch sind, hat man den drei Grundkonstitutionen spezifische Krankheitsdispositionen zugeordnet. Im Mittelpunkt der Therapie steht die Wiederherstellung gesunder Stoffwechselfunktionen, insbesondere durch die Anregung verminderter Ausscheidungsfunktionen sowie die Verbesserung der Nahrungsverwertung. Zur Unterstützung der Konstitution werden oft Präparate aus der Homöopathie bzw. Komplexhomöopathie eingesetzt. Die Auswahl der Medikamente richtet sich in dem Fall nach dem Konstitutionstyp und der vorherrschenden individuellen Symptomatik. Geeignet ist diese Therapie vor allem bei chronischen und therapieresistenten Erkrankungen und Stoffwechselstörungen.
Und bedenken Sie: nur in einem gesunden Körper kann ein gesunder Geist wohnen!! Wenn die körperlich-stoffliche Basis nicht stimmt, wird dieses Ungleichgewicht sich auch bis in die Prozesse hinein fortsetzen, die unsere seelische Befindlichkeit beeinflussen.
